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Die Bundesregierung will mit dem geplanten Wärmenetzpaket die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau und die Dekarbonisierung von Wärmenetzen überarbeiten. Vorgesehen sind unter anderem neue Regelungen zur Preisgestaltung, zum Verbraucherschutz und zur Umstellung auf Fernwärme. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) begrüßt die grundsätzliche Zielrichtung, fordert jedoch faire Wettbewerbsbedingungen für unterschiedliche Optionen der Wärmeversorgung.
Der kommunale Wärmeplan für Frankfurt am Main hat eine intensive Debatte ausgelöst. Im Mittelpunkt stehen die Zukunft des Gasnetzes, realistische Zeitpläne für den Fernwärmeausbau und die stärkere Berücksichtigung dezentraler Wärmeversorgung. Die Diskussion verdeutlicht, wie wichtig konkrete Aussagen zur künftigen Versorgungsinfrastruktur für die Planungssicherheit von Gebäudeeigentümern sind.
Viele kommunale Wärmepläne lassen noch offen, aus welchen Quellen geplante Wärmenetze künftig versorgt werden sollen. Eine frühzeitige Einordnung möglicher Wärmequellen kann Orientierung schaffen und unrealistische Annahmen vermeiden.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat einen neuen Halbjahresbericht zur kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Die Zahlen zeigen: Die Planung kommt voran – zugleich wird der verbleibende Zeitraum für die Umsetzung in vielen Kommunen knapp. Mittlerweile lebt etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Städten und Gemeinden, die bereits über eine kommunale Wärmeplanung verfügen.
Der Klimabeirat der Stadt Frankfurt bringt sich mit drei zentralen Vorschlägen in die Debatte um die kommunale Wärmewende ein. So sollen fossile Heizungen im Havariefall konsequent durch Wärmepumpen ersetzt und zugleich die Sanierungsrate erhöht werden. Darüber hinaus weist der Klimabeirat auf die Herausforderungen beim Ausbau der Stromverteilnetze hin. Diese bremsen derzeit auch den zeitnahen Bau einer Großwärmepumpe am städtischen Klärwerk aus.